Veröffentlicht am 21. September 2010 ·Abgelegt unter Aktuelles, Projekte
Theaterstück der Theatercompagnie
„theaterperipherie” (www.theaterperipherie.de)
gefördert u.a. durch die Stiftung CITOYEN
Premiere am 10. September 2010
Letzte Vorstellung am 30. November 2010
regie: alexander brill
zum stück
maria magdalena wurde 1844 von friedrich hebbel geschrieben. es war die zeit starker ökonomischer und gesellschaftlicher umbrüche in deutschland: beginnende industrialisierung, entstehung des proletariats, landflucht, wachsende städte — „stadtluft macht frei” – europäische migrationsbewegungen von ost nach west. neue werte entstehen und traditionen verlieren an bedeutung. dieser 165 jahre alte stoff beschreibt überraschend genau die situation vieler migrantischer familien in deutschland heute.
das stück
eine familie zerbricht: die eltern halten an den alten wert- und moralvorstellungen fest. ihre kinder geraten zunehmend in konflikt mit diesen werten. sie leben in einer welt mit neuen wünschen und gefährdungen. die generationen werden einander fremd bis zur feindseligkeit. die familie, eigentlich der ort des schutzes für jedes mitglied, wird zur zentrifuge, die alle ausspuckt. die mutter stirbt aus kummer, der sohn will zurück in die heimat, die tochter verlässt die familie und wird ihr uneheliches kind alleine großziehen. zurück bleibt der vater: „ich verstehe die welt nicht mehr
Die Tochter grübelt
Vater und Mutter tanzen