meet and greet mit Sebastian Weigle am 22. Februar 2013, Oper Frankfurt

Pate MiK

Grußwort von Sebastian Weigle, Pate des Projekts Musik in der Kindheit

„Ich komme aus einer Musikerfamilie und weiß, was es bedeutet, zusammen zu musizieren: Freude und Begeisterung! Man findet die richtige Balance mit den anderen Mitspielern und schult die Wahrnehmung (auch die Selbstwahrnehmung); es macht stolz, wenn etwas gelingt und stachelt einen an, wenn etwas nicht so gut war.

Musizieren eröffnet unbekannte Gefühlswelten, gibt der Phantasie ständig Nahrung, schärft Gehör und Blick für Neues und ist eine Tür zu allem, was das Leben ausmacht.

Schon immer treibt mich die Frage um, wie diese frühe und so spielerische Schule fürs Leben jedem Kind geöffnet werden könnte – vor allem denen, die keine musizierenden Eltern, Geschwister oder andere Verwandte haben.

Ich bin begeistert von Daniel Barenboims Initiativen wie dem Berliner Musikkindergarten und freue mich sehr, hier in Frankfurt auf den Studiengang für Erzieherinnen „Musik in der Kindheit“ zu stoßen. Dort, wo es Eltern nicht leisten können, über die Musik ihren Kindern einen so leichten Einstieg ins Lernen zu geben, können dies nur Erzieher/innen schaffen. Dazu brauchen sie eine solide Grundlage, also eine fundierte musikalische Ausbildung, und ein gutes Handwerkszeug, das ihnen hilft, die Musik souverän und ohne Angst im täglichen Kindergartenbetrieb einzusetzen.

Ich habe mich davon überzeugt, dass der Studiengang „Musik in der Kindheit“ all dies leistet, und bin gerne dabei, die Stiftung Citoyen darin zu unterstützen, aus diesem bisherigen Modellprojekt eine selbstverständliche Einrichtung zu machen.

Für die Zukunft muss klar sein: Zum Erzieherinnenberuf gehört eine grundlegende und anspruchsvolle musikalische Ausbildung. Dafür setze ich mich ein.“

Sebastian Weigle, GMD der Oper Frankfurt, ist Pate des Studiengangs „Musik in der Kindheit“ in Frankfurt am Main.